 |
FAQ'S
Kann ich meine väterliche Ahnenlinie untersuchen
lassen?
Nicht
mit der mitochondrialen DNA Analyse. MtDNA verfolgt ausschließlich
die mütterliche Linie. Nur Männer
können ihre väterliche
Linie genetisch zurückverfolgen.
Männer
und Jungen haben Y-Chromosomen, die sie von ihren Vätern
erben. Y Chromosomen sind viel komplizierter als mtDNA; obwohl das einerseits
bedeutet, daß
sie theoretisch mehr Information als mtDNA beinhalten, gibt es anderseits
keinen kommerziellen Service, der Y-chromosomale Typen zu einer geographischen
und historischen Herkunftsanalyse heranzieht.
Wie weit in die Vergangenheit kann ich meine
Ahnenlinie verfolgen?
Ein
genauer Treffer mit Ihrer Probe in unserer Datenbank weist, im Durchschnitt,
auf einen gemeinsamen mütterlichen
Vorfahren in den letzten 10 000 Jahren hin. Des weiteren können
wir mathematisch rekonstruierte Vorfahren Ihrer mtDNA betrachten und die
geographischen Wanderungen Ihrer Ahnenlinie bis vor 130000 Jahren verfolgen.
Was passiert, wenn ich keine genauen Treffer
erhalte?
Mit
dem aktuellen Entwicklungsstand der Datenbank schätzen
wir, daß
84% der Kunden exakte Treffer erhalten werden, und 95% der Kunden sehr
nah verwandte Treffer. Je weiter die Datenbank wächst,
desto mehr Leute werden exakte Treffer erhalten. Deshalb bieten wir in
der Anfangsphase eine kostenlose Aktualisierung ihrer Ergebnisse.
Wie unterscheidet sich mitochondriale DNA von
normaler DNA?
DNA
(Desoxyribonucleinsäure)
ist die Grundsubstanz unseres genetischen Materials und trägt
alle Anweisungen für
die biochemischen Prozesse des Lebens. Sie umfaßt
eine doppelsträngige
Kette (Sequenz) von ca. 3 000 000 000 Basen. Vier Typen von Basen sind
in der DNA vorhanden; ihre chemischen Namen sind: Adenin, Cytosin, Guanin
und Thymin. Mitochondriale DNA ist ein relativ unkomplizierter DNA Strang
mit 16 570 Basen. Anders als Kern-DNA ist ein mtDNA-Typ nicht für
jedes Individuum einzigartig (sogenannter 'genetischer Fingerabdruck'
der Kern-DNA), sondern ein mtDNA-Typ wird von allen lebenden und verstorbenen
Individuen geteilt, die die gleiche mütterliche
Linie haben. Ausnahmen ergeben sich, wenn sich eine Mutation zwischen
Mutter und Kind ereignet, aber das geschieht nur selten im Laufe der Jahrtausende.
Wird mein DNA-Ergebnis für die Datenbank
benutzt?
Auf
keinen Fall. Die Datenbank besteht aus Proben von wissenschaftlichen Studien
über
eingeborene Völker
weltweit, und von Menschen, die ihre mütterliche
Ahnenlinie über
mehrere Generationen geographisch geortet haben. Ihre Ahnenlinie ist uns
unbekannt, und damit wäre
Ihre DNA für
unsere Datenbank unzuverlässig.
Was passiert mit meiner DNA-Probe nach der Analyse?
Nach
der Analyse wird Ihre Probe vernichtet. Das Ergebnis wird nur Ihnen mitgeteilt.
Die Daten werden gemäß
dem Datenschutzgesetz gehandhabt, somit ist eine Weitergabe an Dritte
ausgeschlossen.
Kann meine DNA Analyse als Elternschaftstest
dienen?
Bedenken
Sie folgendes: wir sequenzieren nur die mitochondriale DNA, und nicht
die chromosomale (Kern-) DNA, die zum genetischen Fingerabdruck oder zum
Vaterschaftsgutachten herangezogen werden kann. Daher ist ein Vaterschaftstest
mit mtDNA nicht möglich.
Auch ein Mutterschaftstest mit mtDNA hätte
nur eine begrenzte Aussagekraft im Vergleich zu einem echten Mutterschaftstest
mit chromosomaler DNA. Fazit: Wenn Sie ein Vaterschaftsgutachten oder
Mutterschaftsgutachten benötigen,
wenden Sie sich bitte an entsprechende rechtsmedizinische Institute.
|